Das Bundesinstitut für Berufsbildung, kurz BIBB genannt, ist ein in Bonn gelegenes Forschungsinstitut. Hauptaugenmerk der Forschung sind die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Weiterentwicklung und Anpassung ebendieser. Das Institut untersteht dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und wird zurzeit von Friedrich Hubert Esser geleitet.

Gegründet wurde das Bundesinstituts für Berufsbildung, das damals unter dem Namen Bundesinstitut für Berufsbildungsforschung auftrat, 1970 auf der Grundlage des damals in Kraft tretenden Berufsbildungsgesetzes. Es ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts und wird als solche direkt mit Geldmitteln aus dem Haushaltsmitteln des Bundes unterhalten.

Die Hauptaufgabe des Bundesinstitut für Berufsbildung ist es, die Berufsbildung in Deutschland für die Zukunft vorzubereiten und zu verbessern. Hierzu betreibt das Bundesinstitut Forschung über den Zustand und die Entwicklung der Berufsbildung in Deutschland, aber auch in anderen Ländern. Aus den Resultaten dieser Forschung entwickelt es dann wiederum praxisorientierte Ideen, wie die Berufsbildung in der Bundesrepublik Deutschland in der Zukunft aussehen könnte. Daneben arbeitet das Bundesinstitut für Berufsbildung auch direkt an den Berufen der Zukunft, indem es Ausbildungsberufe definiert und die Aus- und Fortbildungsregelungen für diese festlegt. Neben den Hauptaufgaben befasst sich das Bundesinstitut für Berufsbildung mit vielen weiteren Aufgaben, zum Beispiel auch mit Geschlechterverteilung in verschiedenen Berufen und versucht, Vorurteile und Hindernisse abzubauen.

Zur Information der Bevölkerung und der Politik, insbesondere aber für in die Berufsbildung involvierte Stellen, veröffentlicht das Bundesinstitut für Berufsbildung sechsmal im Jahr die wissenschaftliche Zeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“. In ihr sind die neuesten Resultate aus der Forschung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu finden, aber auch Berichte über praktische Erfahrungen. Daneben veranstaltet es auch Konferenzen wie den BIBB-Kongress in Berlin. Eine weitere sehr wichtige Aufgabe ist die Unterstützung der Bundesregierung bei der Erstellung des Berufsbildungsberichts; für diesen veröffentlicht das Bundesinstitut für Berufsbildung alljährlich einen sogenannten Datenreport zum Berufsbildungsbericht. Dieser enthält unter anderem die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge.