Das Bundesinstitut für Risikobewertung, kurz BfR genannt, untersteht dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Geleitet wird das Institut von der Andreas Hensel, der Hauptsitz befindet sich in Berlin Jungfernheide. Daneben verfügt das Institut aber auch über Niederlassungen in Berlin Alt-Marienfelde und Berlin Marienfelde. Verglichen mit anderen Bundesinstituten ist das Bundesinstitut für Risikobewertung noch relativ jung, es wurde erst 2002, als Reaktion auf die BSE Krise, gegründet. Die Grundlage dafür bildete das BfR-Gesetz, aber auch weitere Gesetzgebungen aus den Bereichen Verbrauchersicherheit, Landwirtschaft und Chemie.

Die Hauptaufgabe des Bundesinstituts für Risikobewertung ist der Schutz der Verbraucher und der Bevölkerung. Hierfür betreibt es Forschung, insbesondere zur Lebens- und Futtermittelsicherheit, und erstellt Gutachten und Stellungsnahmen, welche den Politkern für ihre Entscheidungen zur Verfügung stehen. Das Institut ist aber unter anderem auch für die Chemikaliensicherheit, die biologische Sicherheit und die Sicherheit von Pestiziden zuständig.

Zur Erfüllung seiner Aufgaben stützt sich das Bundesinstitut für Risikobewertung auf drei Standbeine: Die Forschung, die Risikobewertung und die Risikokommunikation. Für die Forschung verfügt das Institut unter anderem über die Abteilung für experimentelle Toxikologie, welche aktiv die Toxizität verschiedener Stoffe erforscht. Eng daran angebunden ist auch die Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch, welche sich mit alternativen zu Tierversuchen für die Toxikologie, aber auch für andere Bereiche, auseinandersetzt.

Da Lebensmittelsicherheit mehr und mehr ein länderübergreifendes Thema wird, arbeitet das Bundesinstitut für Risikobewertung eng mit Partnerinstituten im Ausland zusammen. Auf europäischer Ebene ist dies vor allem die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit Sitz im italienischen Parma. Auf internationaler Ebene erfolgt die Zusammenarbeit vor allem über die Weltgesundheitsorganisation und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

Die Resultate und Erkenntnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung werden in der wissenschaftlichen Fachpresse, aber auch in vielen eigenen Publikationen veröffentlicht. Dazu gehört mit dem BfR2GO auch eine Zeitschrift, die direkt an den Verbraucher gerichtet ist.