Die Haushaltsgröße nimmt weiter ab

Forschungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung haben gezeigt, dass die durchschnittliche Größe der deutschen Haushalte immer mehr abnimmt. Lebten in einem durchschnittlichen Haushalt im Jahre 1991 statistisch noch 2,29 Personen, so sind es heute nur noch 2,01 Personen. Ganz besonders drastisch waren die Veränderungen in den Bundesländern, welche zur ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik gehörten. Lebten in Mecklenburg-Vorpommern 1991 noch durchschnittlich 2,57 Personen zusammen, so ist der Wert heute auf 1,92 Personen gefallen. Die kleinsten Haushalte sind traditionell in den Stadtstaaten zu finden. Hier hat Berlin Hamburg als Stadt mit der kleinsten Haushaltsgröße abgelöst.

Mehr ältere Menschen arbeiten

Eines Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt der Europäischen Union hat ergeben, dass die Quote der arbeitstätigen Menschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren stark angestiegen ist. Lag die Quote in Deutschland bis 2009 noch klar unter dem europäischen Durchschnitt, so stieg sie ab 2010 rasant an. Seit 2013 übertrifft Deutschland den europäischen Durchschnitt und der Trend deutet darauf hin, dass die Quote auch in Zukunft weiter und stärker als in anderen Ländern ansteigen wird. Als mögliche Gründe für diesen Trend bezeichnet das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung die Rentenreformen und die Tatsache, dass ein Arbeitsstopp für viele Deutsche zur sozialen Isolation führt.

Mehrkindfamilien immer seltener

Eine langjährige Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, welche die Fertilität von Frauen, die im Jahre 1940 geboren wurden mit derjenigen von Frauen, die im Jahre 1970 geboren wurden, vergleicht, zeigt, dass es in Deutschland einen klareren Rückgang bei den Mehrkindfamilien gab. Während die Anzahl Frauen mit einem oder zwei Kindern fast stabil geblieben ist, ist die Zahl der Frauen mit drei oder mehr Kindern um 12 Prozent gesunken. Etwa im gleichen Masse ist dafür die Anzahl Frauen, die keine Kinder haben, angestiegen. Als Gründe dafür sieht das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung die längeren Ausbildungszeiten.