Frauen tragen mehr zum Einkommen bei

Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung hat ergeben, dass Frauen einen immer größeren Teil zum Haushaltseinkommen beitragen, dies unabhängig davon, ob im Haushalt Kinder vorhanden sind oder nicht. Waren es bei Kinderlosen 1998 noch 30 Prozent des Haushaltseinkommens, das von den Frauen erwirtschaftet wurden, so waren es 2013 schon 37 Prozent. Eine ähnliche Tendenz ist auch bei Familien mit einem, zwei oder mehr Kindern festzustellen. Es ist aber noch immer so, dass der Anteil der Frau mit jedem Kind um etwa 5 Prozentpunkte sinkt. Dies hat sich von 1998 bis 2013 nicht merklich verändert.

Zahl der Kinder bei Alleinerziehenden steigt weiter

Die Zahl der Kinder, die mit einem alleinerziehenden Elternteil aufwachsen, nimmt nach Forschungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung stetig zu. Die Statistik, die bis in das Jahr 1996 zurückgeht, zeigt eine klare Tendenz. Dabei fällt auf, dass der Anteil in Ostdeutschland bedeutend höher ist als in Westdeutschland und dass dort seit 1996 auch ein stärkerer Anstieg stattfand. Während sich in Westdeutschland der Anteil von rund 11 auf 16 Prozent erhöhte, war der Anstieg in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik von 16 auf 25 Prozent klar ausgeprägter. Dies liegt nach der Meinung der Forscher daran, dass die Geburt eines Kindes im Osten weniger stark mit der Gründung einer Familie verbunden ist.

Ideale Arbeitszeiten für junge Mütter

Für eine Studie hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung Mütter von zweijährigen Kindern nach der idealen Wochenarbeitszeit befragt. Dabei kamen große Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern zum Vorschein. Gaben in den alten Bundesländern eine überwiegende Mehrzahl der Befragten eine Arbeitszeit zwischen sechzehn und fünfundzwanzig Stunden als ideal an, waren es im Osten zwischen sechsundzwanzig und fünfunddreißig Stunden. Generell fällt auf, dass die Frauen in den neuen Bundesländern längere Arbeitszeiten klar bevorzugen. So finden sich dort auch kaum Frauen, die gar nicht arbeiten möchten.