Pendlerwege im Länger

Der Weg zur Arbeit dauert für die Deutschen immer länger. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung veröffentlicht wurde und die auf einem Mikrozensus basiert. Dabei wurde festgestellt, dass der Anteil der Arbeitnehmer, die 10 Minuten oder weniger zum Arbeitsplatz benötigen, von 32 Prozent auf 27 Prozent klar gesunken ist. Anstiege sind vor allem bei den langen und sehr langen Arbeitswegen ersichtlich. Besonders bei den Arbeitswegen zwischen 30 Minuten und einer Stunde war der Anstieg groß. Die Ursachen für diese Trends sind sehr vielfältig. Eine Erklärung dürfte sein, dass heute in bedeutend mehr Familien beide Elternteile arbeitstätig sind.

Vereinbarkeit von Karriere und Familie

Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung kam zum Schluss, dass Familie und Karriere in Deutschland immer noch nur schlecht vereinbar sind. Rund 35 Prozent der Frauen zwischen 35 und 49 Jahren mit einem hohen Bildungstand waren kinderlos, während die Rate bei Frauen mit einem niedrigen Bildungstand nur bei rund 15 Prozent lag. Verglichen wurden in derselben Studie auch Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Während bei den hochausgebildeten Frauen kein Unterschied feststellbar war, war der Anteil der kinderlosen Frauen bei schlecht ausgebildeten Frauen mit Migrationshintergrund bedeutend tiefer als bei den Frauen ohne Migrationshintergrund. Hierfür dürften kulturelle Unterschiede verantwortlich sein.

Durchschnittliche Arbeitszeit der Frauen gesunken

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Erwerbstätige Frauen arbeiten gemäß einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung heute bedeutend weniger als noch vor 10 Jahren. Die Unterschiede sind insbesondere bei den unter 30 jährigen und den über 35 jährigen Frauen klar erkennbar. Diese Tendenz ist insbesondere dadurch zu erklären, dass heute bedeutend mehr Frauen Teilzeit beschäftigt sind als früher. Die Arbeitszeit bei den Vollzeitbeschäftigten hat sich hingegen kaum verändert.

Mit dem Angebot an Teilzeitstellen reagiert die Wirtschaft in erster Linie auf dem Fachkräftemängel. Mit Vollzeitstellen ist es für viele Unternehmen nicht möglich, alle Stellen zu besetzen.